Vereinsgeschichte

Der Sport Club Budokan Maintal e.V.

Der SC Budokan Maintal ging am 1.1.1998 aus der Budo-Abteilung der Freien Turnerschaft Dörnigheim hervor.

Die Judo-Abteilung selbst wurde im Jahr 1960 von der Freien Turnerschaft ins Leben gerufen.

Nach großen Anfangsschwierigkeiten gelang es eine stetig wachsende und erfolgreiche Abteilung aufzubauen. Nach kurzer Zeit stellten sich dann schon die ersten Erfolge ein und im Jahr 1970 belegten die Senioren einen erfolgreichen zweiten Platz in der Regionalliga und die Schüler erkämpften sich bei div. Einzelmeisterschaften oder Kyu-Turniere achtbare Erfolge.

Ebenfalls im Jahr 1970 wurde das bis dahin größte Kyu-Turnier der Bundesrepublik von der Judo-Abteilung der Freien Turnerschaft Dörnigheim in Maintal ausgerichtet.

Die Fachpresse des gesamten Bundesgebietes fand dafür sehr viel anerkennende Worte über die mustergültige Ausrichtung.

Dank der außergewöhnlichen guten Beziehung war selbst der 7 fache Weltmeister und 3 fache Europameister Anton Geesnick aus Holland gerne bereit in Dörnigheim einen Übungsleiterlehrgang abzuhalten.

1971 & 1972 konnte die Judo-Abteilung an die Erfolge von 1970 anknüpfen, ja sie konnte sie sogar erweitern. Die Seniorenmannschaft konnte trotz Umgruppierung in die kampfstärkste Gruppe der Regionalliga Hessens gegen härteste Konkurrenz einen ehrenvollen dritten Platz erkämpfen, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde der Landesliga berechtigte.

Im Jahr 1973 konnten die Erfolge des Vorjahres nicht nur wiederholt, sondern sogar noch verbessert werden. Noch im gleichen Jahr wurde der Judoabteilung eine besondere Ehre zuteil. Anlässlich einer Verschwisterung der Nachbargemeinde Hochstadt mit der französischen Gemeinde Luisant wurde die Judoabteilung gebeten, eine Mannschaft gegen eine französische Auswahl zu stellen. Verstärkt durch Nationalkämpfer entschied Dörnigheim diesen Kampf überzeugend für sich. Die französischen Gäste waren von den Leistungen so begeistert, dass sie die Kämpfer zu einem Rückkampf nach Luisant einluden. Diese Einladung nahm die Judo-Abteilung dann gerne an, da auch Kämpfer aus Großbritannien geladen waren.

Die Judoabteilung konnte auch 1975 wieder zahlreiche Erfolge verbuchen.

Besonders zu erwähnen ist Petra Wahnsiedler, die bei den Bezirks- und Hessenmeisterschaften jeweils den zweiten Platz belegte.

1977 gelang es Petra Wahnsiedler, bis zu den Deutschen Meisterschaften vorzudringen und dort auch gleichzeitig noch einen fünften Platz zu belegen. Durch gezieltes und verstärktes Training errang sie dann ein Jahr später den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften.

Bundeswehrabgänge, Krankheit und ein neuerlicher Trainerwechsel rissen die Judo-Abteilung von einem Höhepunkt in eine Talsohle.

Etwas Ruhe trat in die Judoabteilung in der Zeit von 1977 - 1985 ein. Trainer und Abteilungsleiter wechselten, die Erfolge hielten sich in Grenzen und die Mitgliederzahl stagnierte.

Als dann 1985 der damalige Abteilungsleiter sein Amt niederlegte trat der jetzige Abteilungsleiter Erwin Susnik, mit damals 17 Jahren, in seine Fußstapfen.

Nicht gerade leicht hatte es der Youngster, aber mit einem unheimlichen Engagement, was er bis zum heutigen Tag beibehalten hat, führte Erwin Susnik die damals kleine Abteilung zu einer der mitgliederstärksten und erfolgreichsten Abteilung der Freien Turnerschaft heran.

1986 wurden erstmals wieder verschiedene Turniere in Maintal ausgerichtet. Das Interesse der Bevölkerung Maintals wuchs und die Mitgliederzahl stieg.

1988 gründeten einige Eltern eine Elterngruppe die bis heute ebenfalls mit trainiert.

1990 richtete die Judo-Abteilung nach der Wende wohl das bis dahin größte Kyu-Turnier aus. Etwa 600 Judokas, davon allein ca. 150 aus den neuen Bundesländern, aus ganz Deutschland, Jugoslawien, Belgien, Schweiz, Österreich zeigten an zwei Tagen starke Wettkämpfe.

Verstärkt durch fünf Übungsleiter konnte die Jugendarbeit immer optimaler aufgebaut werden und die Erfolge der Judokas gaben dem Konzept des jungen Abteilungsleiters recht. Ob bei Kreis oder Bezirksmeisterschaften, immer waren die Judokas verstärkt mit ersten Plätzen dabei. Pressewirksam vermarktet zog die Judoabteilung immer mehr Jugendliche an, die in der erfolgreichen Abteilung nun diesen Sport betreiben wollten.

Sascha Damaschke, nicht nur damals Übungsleiter, konnte in den kommenden Jahren mehrmals Hessenmeister und Vize Südwestdeutscher Meister werden.

Ihn nahmen sich zwei Mädchen als Vorbild und zählten lange zu den erfolgreichsten Sportlerinnen der Abteilung nach Petra Wahnsiedler.

Alexandra Reisser und Nicole Dunstheimer, beide mehrfache Hessenmeisterinnen, sowie erste und dritte Platzierungen bei Südwestdeutschen Meisterschaften, konnten sich auf Anhieb bis zur Deutschen Einzelmeisterschaft vorkämpfen. Hier gelang es beiden einen achtbaren fünften Platz zu belegen. Alexandra Reisser gelang es sogar 1993 bei der Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaft einen dritten Platz zu erkämpfen.

Immer mehr Turniere wurden von den Judokas angesteuert und hier zählten nicht nur Nicole und Alexandra zu den erfolgreichen Sportlern. Egal ob in Holland, Schweiz, Slowenien oder Österreich wo ein stark besetztes Turnier stattfand, waren die Judokas der Freien Turnerschaft mit auf der Matte.

Durch die großen Erfolge der Judokas, ein gutes Image beim Hessischen Judoverband, durch die perfekte Jugendarbeit und Ausrichtung diverser Turniere die in Maintal stattfanden, war es 1992 der Abteilung gelungen eine Deutsche Meisterschaft nach Maintal zu holen, die von 1992 bis 1996 mit großem Erfolg in der Maintalhalle durchgeführt wurde.

Aber nicht nur solche Großturniere sind in Maintal ausgerichtet worden, daneben fanden auch Turniere wie Hessen- und Südwestdeutschenmeisterschaften statt. Somit wurde diese Abteilung weit über die Grenzen Hessens im gesamten Bundesgebiet und dem Ausland bekannt.

1993 trat ein bis daher in Maintal-Dörnigheim ansässiger, kleiner Karateverein der Judoabteilung bei. Somit war bei der FTD eine neue Sparte die BUDO-Abteilung ins Leben gerufen. Die Karatekas haben sich ganz dem Nachwuchs verschworen, sind zwar auf Wettkämpfen nicht oft zu finden, dafür aber bei ihrem Nachwuchs umso beliebter.

Durch die Gründung einer Schulsportgruppe JUDO in der heutigen Werner-von-Siemens-Schule bekamen die Abteilung freundlicherweise eigene Räumlichkeiten hier vom Main-Kinzig-Kreis zur Verfügung gestellt. Somit hat sich ein Wunsch erfüllt und die Jugendlichen haben ihr eigenes Dojo in dem ab sofort trainiert wurde und in dem dann 1994 durch die Judokas das erste mal ein Lehrgang zum Erlangen der Übungsleiterlizenzen C und Trainerlizenz B des DJB durchgeführt wurde.

Aber auch Kaderlehrgänge der Judokas werden seit 1993 in regelmäßigen Abständen hier durchgeführt.

Die ausgezeichneten Leistungen im Wettkampfsport, perfekte Ausrichtung jeglicher Turniere egal wie hoch die Teilnehmerzahlen sind, sowie eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Abteilungsleitung sind wohl das Erfolgsrezept dieser Abteilung.

Nicht zuletzt deswegen war es den Judokas 1995 möglich am Deutsch / Japanischen Simultanaustausch teilzunehmen. Hier konnten die Budokas nun auch Kontakte ins Reich der Mitte aufnehmen und kamen dann 1996 mit sehr eindrucksvollen Erinnerungen zurück, nach dem sie als Gäste vier Wochen im Land der aufgehenden Sonne verweilen konnten.

Im Oktober 1996 konnte in der Abteilung dann eine neue Kampfsportart Ju-Jutsu etabliert werden. Diese Abteilung hat sich durch gutes Arrangement in den letzten Jahren zur zweit stärksten Abteilung des Vereines entwickelt.

In diesem Jahr zeigte die Budoabteilung auch einmal wieder mehr wie spontan sie auch größte Turniere übernehmen und dann auch noch perfekt ausrichten kann. Als einer der größten Vereine die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände der Frauen und Männer aus terminlichen Gründen abgeben musste sprangen die Maintaler kurzfristig ein und konnten sich wiederum einen guten Namen machen.

1997 Das wichtigste Ereignis fand im November diesen Jahres statt, als die Freie Turnerschaft ihre Budoabteilung in die Selbständigkeit entließ.

Ab Januar 1998 hieß der neue Verein SC Budokan Maintal e.V.

Nicht leicht viel es dem Vorsitzenden der FTD damals seine seit 34 Jahre alte Abteilung zu entlassen, was aber in aller Freundschaft zustande kam.

1998 - 2002 In diesen Jahren gab es viel Arbeit für alle Mitglieder des Vereines. Als erstes musste ein von der Stadt Maintal zur Verfügung gestelltes altes Asylheim komplett renoviert werden. In vielen Arbeitsstunden wurde dies dann auch bewältigt und so können alle Mitglieder heute stolz ihr Vereinsheim nutzen.

In diesen Jahren stand aber auch jedes Jahr ein Großturnier an. Es galt die Deutsche Einzelmeisterschaft der U 20 Männer + Frauen in der August Schärtner Halle in Hanau auszurichten. Mit vereinten Kräften und der tatkräftigen Unterstützung der Elternteile wurde jede Veranstaltung ein Erfolg für sich.

Durch die Anerkennung der Leistungen des Gesamtvereines bekam der S.C. Budokan Maintal in diesem Jahr vom MKK eine zweite Räumlichkeit zu Trainingszwecken in der Werner von Siemens Schule zugesprochen. In liebevoller Kleinarbeit konnte so ein zweites Dojo entstehen, wo nun auch größere Lehrgänge abgehalten werden können.

Im Jahr 2003 wird mit der Capoeira-Abteilung ein neues Sportangebot beim Sport Club Budokan Maintal eingerichtet. Capoeira ist eine Kombination aus Musik, Tanz, Kultur und Kampfkunst. Capoeira gibt es seit ca. 400 Jahren und stammt ursprünglich aus Brasilien. 

2004 Durch ein gewaltiges Unwetter werden beide Dojos stark beschädigt. Matten und Böden müssen komplett ausgetauscht werden, jedoch nur drei Monate später sind die Dojos durch harte Arbeit der Mitglieder schon wieder trainingsgeeignet.  

Im Januar 2006 wird eine weitere Abteilung gegründet. Die Dartabteilung nimmt an der offiziellen Kreisliga teil und trägt seine Heimspiele im Vereinsheim aus. Im Vereinsheim stehen je drei Steel-Dartscheiben und drei Automaten. 

2007 wird Cheerleading als Sportangebot aufgenommen, vorerst für Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren. Später, im September des Jahres, wurde noch ein Peeweeteam „Rascals“ (Rasselbande zwischen sechs und zehn Jahren) hinzugefügt. Cheerleading ist eine Kombination aus Akrobatik, Showtänzen und Pyramiden und stammt ursprünglich aus den USA Dazu kommt in diesem Jahr noch, dass der Verein mit dem Siegel „Sport pro Gesundheit“ ausgezeichnet wird. 

Anfang 2008 hat der Sport Club Budokan Maintal e.V., zwei FSJ-Stellen genehmigt bekommen und zum September 2008 konnte eine Stelle mit Tanja Strecker besetzt werden.

...Fortsetzung folgt!


Aktuelle Seite: Home Vereinsgeschichte

Besucher seit Mai 09

833268
Heute: 24
Gestern: 33
Diese Woche: 132
Letzte Woche: 266
Dieser Monat: 741
Letzter Monat: 1.193

Rückblick 2016

Rückblick 2015 >hier<