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Capoeira History

Über Agô Capoeira in Maintal-Dörnigheim!

Agô Capoeira wurde am 1. Mai 2016 in Salvador (Brasilien) von Contramestre Busca Longe gegründet. Agô Capoeira existiert derzeit in 3 Ländern: Brasilien, Deutschland und Croatien.

Wir sind sehr stolz darauf unser Wissen und die Kultur der Capoeira unter dem Namen Agô Capoeira in Maintal-Dörnigheim an unsere talentierten Schüler weiter geben zu dürfen. Die Capoeira ist ein zusammenspiel von Kampf, Tanz, Musik, Philosophie, Kunst und vielen weiteren Eigenschaften die im Spiel der Capoeira angewandt werden.

In unseren Capoeira Trainingsstunden wirst du ein sehr komplettes Training wiederfinden. Auch die Musik lernst du bei uns live an den traditionellen Musikinstrumenten wie z.B. die Berimbau. Wir trainieren nicht nur deinen Geist und Körper, sondern ermöglichen es dir dich mit sehr erfahrenen Capoeira-Spielern zu messen. Komm einfach mal unverbindlich vorbei und finde heraus ob auch dein Herz für die Capoeira schlägt.

Über deinen Besuch würden wir uns sehr freuen!


Entstehung und Geschichte der Capoeira
(Quelle: http://www.thegloor.com)

Anfang des 16. Jahrhunderts betrieben die Portugiesen in Brasilien riesige Zuckerrohrplantagen die nur mit Hilfe von Sklaven zu betreiben waren. 'Leider' waren aber die dort ansässigen Indios für die Sklaverei unbrauchbar, da sie meist eine halbnomadische Lebensweise pflegten und in der Gefangenschaft schnell starben. Deshalb wurden Sklaven zu Millionen aus Afrika eingeführt, die Zahlen hierzu schwanken je nach Quelle zwischen 2 und 18 Millionen im Jahr. Leider sind keine genauen Zahlen bekannt, da nach dem Verbot der Sklaverei fast alle Dokumente über diese Zeit vernichtet wurden.

Da die Afrikaner ein sehr zähes Volk sind, standen Aufstände und Fluchtversuche an der Tagesordnung, und auch wenn die die Flucht sehr schwierig war (Kopfgeldjäger und unwirtliche Gegend) gelang es tatsächlich einigen Sklaven in den Dschungel zu flüchten und in einer Gemeinschaft, so genannten Quilombos zu überleben. Das erste so gegründete Dorf hieß Macaco und wurde später zur Hauptstadt von Palmares.

Trotz der stetigen Zunahme der Bevölkerung von Macaco war es noch kein ernstzunehmendes Problem für die Portugiesen, dies änderte sich aber schlagartig als 1630 die Holländer in Brasilien einfielen. In den wenigen Kriegstagen gelang vielen Sklaven die Flucht und so wuchs Palmares immer weiter an, neue Quilombos bildeten sich und die Einwohner von Palmares
wurden zunehmend aktiver und überfielen Transporte und Plantagen der Portugiesen. Palmares war in einer sehr fortschrittlichen Staatsform organisiert, mit Staatschef, Ministern und allem drum und dran. Der 1. 'Staatschef' ist nur als Ganga-Zumba (Grosser-Herr) bekannt und in den 40 Jahren in denen er regierte machte er aus Palmares eine fast uneinnehmbare Festung, die mehreren Eroberungsversuchen der Portugiesen stand hielt.

Jedoch gelang es Kommandant Fernão Carillho um 1668 einige Quilombos, wenn auch mit hohen Verlusten, einzunehmen und über 200 Sklaven zurückzubringen. Die Portugiesen feierten seine Rückkehr wie einen Sieg, der Sklavenaufstand schien gebrochen, es fanden sogar Verhandlungen mit GangaZumba statt. Jedoch mussten die Portugiesen feststellen, dass der Widerstand noch nie größer war, denn ein neuer Name wurde Laut: "Zumbi". Zumbi wurde in Palmares geboren, wurde bei einem Gefecht entführt und von einem Padre aufgezogen, mit 15 entschied er sich dem Aufstand von Palmares beizutreten und war mit 17 schon Vorsteher einer Siedlung, wo seine steile Karriere bis zum Oberhaupt von Palmares weiterging.

Die Taktiken von Zumbi waren viel offensiver als jene von Ganga-Zumba und so wurden auch die Angriffe der Portugiesen verstärkt die jedoch, wenn auch mit großen Verlusten, immer zurückgeschlagen wurden. Nach Jahrelangem Krieg forderten die Portugiesen Verstärkungen aus dem Süden Brasiliens an, die auch kam. Jedoch war der 1. Versuch von Domingos Jorge Velho, der selbst als Wilder bezeichnet wurde, ein Desaster. Von seinen 150 Mannen blieben ihm am Ende nur noch 5! Der Gouverneur ließ also zu Grossangriff blasen und stellte sich mit 9'000 Mann gegen Macaco, doch selbst dieser Ansturm blieb zuerst erfolglos und wurde mehrmals zurückgeschlagen. Erst als man sechs Kanonen vor Macaco errichtete, wichen die Palmarinos zurück und das Schicksal der Sklavenrepublik wurde so besiegelt. Sie leistet noch einige Zeit Widerstand in den Wäldern und leitete kleinere Überfälle auf Güter... Es heißt, dass Zumbi schließlich von einem Freund verraten und getötet wurde.

 

Die Entstehung der Capoeira

Die Geschichte des Sklavenaufstandes ist auch die Geschichte der Capoeira, denn eines der Hauptinstrumente der Palmarinos im Kampf gegen die Portugiesen war neben den Waffen auch eine waffenlose Kampfkunst. So das nach der Abschaffung der Sklaverei 1888 der Capoeira auch immer den Ruf der Rebellion und des Aufstands nachgesagt wurde. Irgendwo in dieser Zeit ist also die Capoeira entstanden, wie, warum und wo genau weiß niemand und es gibt einige Theorien die alle Plausibel erscheinen jedoch kann keine von ihnen als 'Wahrheit' geltend gemacht werden

Eine Theorie sagt das Capoeira quasi als Tanz getarnt wurde und die Roda dazu diente die 'Spieler' vor neugierigen Blicken zu schützen. Nach dieser Theorie wurden Tänze und religiöse Riten der Schwarzen erlaubt, um so die Trennung zwischen Sklave und Herr möglichst klar zu halten. Eine Andere Theorie sagt, dass es einfach durch den Einfluss der vielen verschiedenen Stämme entstand, quasi nach dem Motto: Tänzer + Krieger + Musikant = Capoeira, was auch sehr plausibel ist. Die 'Tarnung' von Capoeira als Tanz sei jedoch nicht nötig gewesen, da auch Tänze bestraft wurden, da die Herren jegliche Identität der Sklaven vernichten wollten, um sie besser kontrollieren zu können. Und so geht es weiter und weiter.....

 

Das Ende der Sklaverei

Wie schon gesagt endete 1888 die Sklaverei, und der Markt wurde von Arbeitskräften überschwemmt. So kam es das die Schwarzen immer noch am Rande der Existenz lebten und mehr oder weniger in die Illegalität abgedrängt wurden. In dieser harten Zeit war Capoeira so ziemlich die einzige Möglichkeit sich zu wehren, die die meisten Leute kannten. So wurde Capoeira schnell mit Kriminalität gleichgesetzt und kurzerhand verboten. Da die Capoeiristas von der Polizei gnadenlos verfolgt wurden, kam es immer wieder zu blutigen Kämpfen die nicht selten mit Toten auf beiden Seiten endeten.

Ironischer weise wurden von der Polizei selbst vorzugsweise Capoeiristas benutzt um selbige einzusperren. Den Höhepunkt erreichte dies als Major Nunes Vidigal Anfang des 19. Jahrhunderts der Palastwache vorstand, der selbst ein ausgezeichneter Capoeirista war. Seine Brutalität in der Durchsetzung seiner Vorstellung von Ordnung erlangte bald traurige Berühmtheit und taucht in mehreren Liedern auf. Um 1920 profilierte sich in Bahia ein Polizeikommandant namens Azevedo Gordilho indem er Reiterschwadrone gegen Capoeiristas einsetzte. Er galt in dieser Zeit als größter Feind der Capoeira und taucht in einigen Liedern als Pedrino auf.

Nach einiger Zeit wurden einige Capoeira Schulen, oder auch Academias, stillschweigend geduldet, so auch die von Mestre Bimba. 1937 tauchte in der Schule von Bimba die Polizei auf und nahm in mit. Die Reise ging jedoch nicht ins Gefängnis sonder zum damaligen Staatsoberhaupt Getulio Vargas, dem er diesen 'Kampftanz' vorführen sollte. Nun, die Vorführung war ein voller Erfolg und das Verbot wurde bald darauf aufgehoben.


Trotz dieses Erfolges blieb Capoeira lange Zeit in den Elendsvierteln und Slums Brasiliens, doch auch dies änderte sich und heute kann man Capoeira in fast allen Ländern rund um den Erdball betreiben.


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